Ist Laufen eigentlich schädlich oder nicht?

Ist Laufen eigentlich schädlich oder nicht?

Ist Laufen eigentlich schädlich oder nicht?

ich möchte euch kurz mit auf die Reise in mein (Corinnas) sportliches Leben nehmen. Ich habe damals mit Ballett und rhythmische Sportgymnastik angefangen und dann habe ich angefangen Handball zu spielen. Du magst jetzt vielleicht denken, dass Handballer sich ja sowieso immer ganz viel bewegen und ich wahrscheinlich schon mein Leben lang laufen war. Dem ist aber nicht so. Das, was ich am meisten gehasst habe beim Handball Training, war tatsächlich das Laufengehen ohne Ball – “wie unnötig” so habe ich früher gedacht. So habe ich erst im Alter von 18/19 Jahren das Laufen für mich entdeckt. In erster Linie bin ich damals gelaufen, um mein Gewicht zu halten. Weil ich zu der Zeit auch so langsam aufgehört habe Handball zu spielen

Laufen zum Abnehmen

Gegessen habe ich schon immer gerne und Laufen ist eine gute und effektive Maßnahme, um sein Gewicht zu halten. Je mehr ich esse, umso mehr gehe ich laufen. Und je mehr ich Laufe, umso mehr darf ich essen. Ich nutze also das Laufen nicht, um abzunehmen, sondern um mein Gewicht zu halten. 

Immer und überall 

Laufen ist auch einfach praktisch, weil man überall kann. Egal ob ich auf Reisen bin, auf Seminar oder wo auch sonst, Laufsachen habe ich immer dabei. Ich habe außerdem ein altes Paar Laufschuhe im Auto, sodass ich auch spontan loslaufen kann. 

Leistungsmäßiges Laufen 

Anfangs, so mit 20-30 Jahren bin ich vor allem auf Leistung gelaufen: hier mal ein Volkslauf, da mein Triathlon und immer im Training. Ich hatte Trainingspläne und habe mit dem Herzfrequenzmesser genau geschaut, was ich im Training erreicht habe und gemessen, ob ich auf meiner Hausstrecke oder bei einem Lauf einen neuen Rekord erzielt habe. Hier ist das Verletzungsrisiko nicht zu vernachlässigen, aber dazu komme ich später.

Laufen als Ausgleich 

Heute mit 40 Jahren am dient mir das Laufen vor allem zum abschalten, Stress abbauen, Kopf frei kriegen oder aber auch um kreativ zu sein. Gerne nutze ich die Zeit beim Laufen um Hörbücher zu hören. Oder einfach, um die Natur zu genießen. 

Laufen ist also eine gute Möglichkeit Sport in den Alltag zu integrieren wann und wo immer du bist.

Intensität und Vorbereitung 

Wenn du einfach nur Laufen möchtest, lauf einfach los! Starte langsam, guck wie weit du kommst und steigere nach und nach die Dauer und die Intensität – genieße es einfach des Laufens wegen.  Wenn du ein läuferisches Ziel hast, Du möchtest einen fünf oder 10 km Lauf auf Zeit machen, dann ist es wirklich auch sinnvoll dazu einen guten Trainingsplan zu haben um gesund und effektiv ans Ziel zu kommen – da können wir dir natürlich gerne zur Seite stehen um hier deine Ziele zu erreichen

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Verletzungsrisiko

Bei jedem Schritt beim Laufen bringst du ungefähr das 1,5 bis 3,5 fache Körpergewicht auf deine Gelenke. Darauf will der Körper natürlich vorbereitet sein. Dementsprechend es ist wichtig, gerade wenn du anfängst zu laufen, langsam zu starten. Noch viel wichtiger ist das, wenn du von früher gewohnt bist regelmäßig zu laufen und deinen Körper Jahre lang nicht bewegt hast. Ich hab gerade das Bild meines Rennrades vor Augen. Ich bin früher viel Rennrad gefahren und als ich letztens bei meinen Eltern war, um im Schuppen mal nach dem Rechten zu sehen, habe ich mein Rennrad da hängen sehen: völlig verstaubt, eingetrocknet, beim letzten Mal nicht richtig sauber gemacht. Es ist eine limited Edition der gute alte Master Olympique von Colnago und es hat mir schon in der Seele weh getan. Wenn ich jetzt wieder mit dem Rennrad starten würde,  würde ich das natürlich nicht so verstaubt und verrostet wie es ist nehmen und sofort 100-120 km damit fahren, sondern ich würde es erst einmal Ölen und sauber machen und wieder in Gang bringen. Genau das gleiche gilt für unseren Körper: auch nicht einfach wieder Vollgas geben, sondern den Körper vorbereiten die Gelenke wieder Schmieren und langsam, zum Beispiel mit Intervallläufen starten bis Du wieder zu der normalen Form zurück gekommen bist. Das gilt besonders für unsere Fuß, Knie und Hüftgelenke. Dann ist der Rücken auch noch ein Thema beim Laufen. Du brauchst gute Bauch- und Rückenmuskulatur um Deine Wirbelsäule zu stützen und zu schützen, dass Du beim Laufen keine Beschwerden bekommst. Deshalb ist es so wichtig, beim Laufen immer auch ein funktionelles Ausgleichstraining zu machen. Hier helfen wir Dir gern mit den richtigen Übungen. 

Faszination Körper

Ich bin immer wieder selbst fasziniert, wie genial das Konstrukt menschlicher Körper ist. Hunderte von Knochen, Muskeln, Bändern und Sehnen und die entsprechenden Nerven dazu, müssen exakt zusammenspielen, damit wir überhaupt dynamisch laufen können und es geht einfach. Aber dieses System ist natürlich auch genauso anfällig und dementsprechend dürfen wir es gut schützen und stützen. 

Gerade unsere Füße sind extrem empfindlich weil sie aus ganz vielen kleinen einzelnen Knochen bestehen. Wenn Du dann einmal überlegst, was wir mit unseren Füßen den lieben langen Tag tun: sie in irgendwelche Schuhe quetschen und pressen. Das trägt nicht unbedingt zur Gesundheit bei und der Fuß ist die Basis unserer Statik für den restlichen Körper. Ich versuche so oft wie möglich barfuß zu gehen, barfuß zu laufen d.h. zu Hause bin ich auf jeden Fall immer barfuß unterwegs oder auf Socken im Winter. Und ich nutze im Sommer draußen auch gern Barfuß Schuhe. 

Die richtigen Schuhe

Beim Laufen kommt es auch darauf an, vernünftige Schuhe zu haben. Je leichter Du bist und je Kürze deine Strecke ist, umso weniger wichtig ist es auch, wie gut der Schuh gedämpft und angepasst ist. Je schwerer Du bist und je länger deine Strecke ist, umso wichtiger ist es, dass Du auch eine gute Schuhauswahl triffst. Hier berät dich natürlich gerne der Fachmann im Lauf- oder Sportgeschäft vor Ort.

Also, dann kann es ja losgehen. 

Viel Spaß bei Deinem nächsten oder Ersten Lauf,

wünscht Dir Corinna von diggiPT